pleroma.debian.social

pleroma.debian.social

Schlecht: Bayern versucht seit über 20 Jahren das Grundbuch zu digitalisieren.

Gut: Sie haben eine News-Seite, auf der sie seit 20 Jahren ihr Scheitern dokumentieren.

https://www.grundbuch.eu/nachrichten/

01.01.2014	Änderung des Projektnamens in "Entwicklung eines bundeseinheitlichen Datenbankgrundbuchs (dabag)" in Anlehnung an das Gesetz zur Einführung eines Datenbankgrundbuchs (DaBaGG) vom 01.10.2013
16.06.2013	Abnahme Fachfeinkonzeption und prototypischer Migrationsautomat
14.11.2011	Projektstart Fachfeinkonzeption und prototypischer Migrationsautomat
April 2010	Entscheidung der Staatssekretärinnen und Staatssekretäre für eine Projektfortführung mit geändertem Projektzuschnitt: Zunächst soll ein Auftragnehmer für die Fertigstellung der Fachfeinkonzeption sowie die Erstellung eines prototypischen Migrationsautomaten gewonnen werden.
Juni 2009	Projektfortführung (Überarbeitung Fachfeinkonzept, Zuarbeit für Staatssekretärs-Arbeitsgruppe)
Juni 2008 - Mai 2009	Durchführung von EU-weiten Vergabeverfahren "Systemerstellung". Das Verfahren wurden im Mai 2009 aufgehoben.
Bis 2007	Erstellung eines Fachfeinkonzeptes "Neuentwicklung eines EDV-Grundbuches"
Bis 2004	Erstellung eines Grobkonzeptes "Redesign EDV-Grundbuch" 
Termin	Aufgabe
Juli 2025	Die Vergabeverfahren zur Ermittlung je eines externen Dienstleisters für Konzeption und Entwicklung sowie Test und Abnahme wurden erfolgreich beendet.

Die externen Dienstleister haben zum 1. August 2025 ihre Arbeit aufgenommen. Für die Zusammenarbeit im Rahmen der Weiterentwicklung, Pilotierung und ggf. Einführung des Datenbankgrundbuchs wurde eine Vertragslaufzeit von 6 Jahren vereinbart. Die Fertigstellung des Datenbankgrundbuchs wird in dieser Projektphase mit hoher Priorität weiterverfolgt.

Vor Beginn der Weiterentwicklung erfolgt zuerst eine technische Ertüchtigung des Bestandscodes. Sodann soll eine initiale Produktversion entwickelt werden, die den Standardgeschäftsprozess von der Altdatenübernahme bis zum Versand der Eintragungsmitteilungen mit allen wesentlichen Funktionalitäten vollständig abbildet. Diese Produktversion soll dann sukzessive bis zur Pilotierungsreife weiterentwickelt werden.
Oktober 2023	Beginn der intensiven Vorbereitungsphase für die Vergabe der zur Fertigstellung des Grundbuchsystems erforderlichen Leistungen. Der Auftraggeber wird hierbei von zwei Vergabedienstleistern unterstützt. Eine Bekanntmachung der Vergabeverfahren ist im 2. Quartal 2024 zu erwarten.
Juli 2023	Abschlussvereinbarung mit dem bisherigen Entwicklungsdienstleister.
ab Januar 2023	vorbereitende Tätigkeiten für das Vergabeverfahren (Dokumentation des Weiterentwicklungsbedarfes, Entwickeln eines Zielbildes für die Vergabe, Durchführung eines Ve

@Lilith haben zwar eine .eu-Domain, weigern sich aber über die Grenze nach AT zu schauen, wo das seit langem funktioniert?

@Lilith Österreich so:

Von 1980 bis 1992 wurde das Grundbuch auf elektronische Datenverarbeitung (EDV) umgestellt. In diesen 12 Jahren wurden die Daten aus den alten Folianten in die Grundstücksdatenbank übertragen.
Seit 1992 sind alle Eintragungen österreichweit digital vorhanden.
Ein aktueller Grundbuchauszug kann online beantragt werden. Die Einsicht ist kostenpflichtig.

Grundbuchsumstellungsgesetz (GUG) von 1980 (BGBl. Nr. 550/1980):
https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10002501

@Lilith
Wenigstens ist das der letzte Stand:

"Vor Beginn der Weiterentwicklung erfolgt zuerst eine technische Ertüchtigung des Bestandscodes."

Dafür haben sie jetzt noch 5 Jahre Zeit.
Also alles gut.

Wie das passieren kann?
New Public Management.
Man beauftragt über die Jahre unzählige Unternehmen mit wenig anreizen ihre Arbeit gut zu machen.
Hätte man 2004 einfach 4 Leute eingestellt, hätten wir seit 2006 ein gutes digitales und heute das modernste Grundbuch der Welt.

@leyrer @Lilith der Kataster allerdings, also die Pläne, sind noch nicht voll digitalisiert. Wenn du was bauen willst, ist dann eine Neuvermessung angesagt um ein paar Tausender, dafür sind die Daten dann digital und zentimetergenau...

@Lilith aber dadurch würde doch gefährlicher Kompetenzaufbau innerhalb von Behörden entstehen. Und noch dazu Leute einstellen im öffentlichen Dienst?! Die wird man doch nie mehr los und Stellen schaffen ist sowieso immer aufwendiger als einfach einen Auftrag zu vergeben. Bezahlen können wir fähige Entwickler nur nach TVÖD-L E9. Außer sie haben studiert, dann gerne auch ohne jede Berufserfahrung bis E12.

Da Politiker dahoam sich halt lieber mit ihrer Wurscht als mit Fehlentwicklungen in den letzten 40 Jahren beschäftigen, wolln sie heit weiterhin a schlankere Verwaltung.
Verständlich, die san da scho so schlank, da hat halt in den 20 Jahr niemands Zeit ghabt des Graffl zu lesen.

@Lilith Ja. Halbwegs fähige Leute einstellen für eine Aufgabe und einfach mal machen lassen ist eine unterschätzte Strategie.

"Die Wirtschaft" mag das nicht können, weil maximaler Profit und so, aber im Budget eines Landes sind zwei drei kooperierende Teams eigentlich Erdnüsschen.

@Lilith
Drei Worte: Mia san Mia.

Leider erklärt das so viel in dem Bundesland.

@larsmb @Lilith Das Problem ist ja, fähige Leute mit ÖD-Gehältern abzuspeisen.

@leah iwo. Wenn Du höherer Dienst zahlst findeste schon Leute.

@Lilith Das Problem ist, wenn ich nicht falsch liege, dass es kein Regulativ gibt.

Keine Bude wurde für Schlechtleistung jemals in Regress genommen. PuP versenken Legislatur um Legislatur Kohle, gehaftet hat mWn aber nicht einer.

Der Rechnungshof bräuchte echte Durchgriffsrechte und müsste nur einmal ein Exempel statuieren.

Und als zweites brauchen wir noch Aktenpflicht. Bei uns Normalottos muss alles belegt sein. Der Staat achtet pinibelst darauf, dass du als Bürger für alles Papiere hast.

Kommissionspräsident*Innen löschen dagegen schonmal Kurznachrichten auf ihren Handies, weil Platzmangel und so. Man kennt's. Oder irgendwelche Bundesminister, die über WhatsApp oder SMS konferieren, natürlich ohne Aktenvermerk und das Handy nach Amtszeit beim Staat zum löschen abgeben. Und der das auch noch macht.

Und wir wundern uns hier, warum nichts taugt.

@Lilith

Es ist auch meine Erfahrung aus dem richtigen IT-Leben, dass eine kleine Gruppe hoch motivierter Personen mehr zustande bringt als eine ganze Abteilung mit Millionenbudget.

@Lilith @leah Für Politiker ist es in der Regel undenkbar, Menschen für gute Arbeit einzustellen und ihnen dabei am Ende mehr Geld zu gönnen, als sie selbst verdienen. Wenn "Leistung" sich "lohnen" soll, müssten so einige Ministeriumsbeamte ja mehr verdienen als ihre Minister...

@Lilith
Subba! 😂🤣😂👍🏼

@Lilith Das kann doch der Neffe vom Chef in 2 Tagen vibecoden. 🤌🏻

I glab ja, der Zuag, dass die CSU amol lernt, dass a kompetenter Staat ned schod, der is scho weiter weg ois der Zuag, dass i amoi Kabarett in Bayern moch.

@Lilith
Geraffl. So viel Vokale sollten dann doch sein.

@Zeitreisender Net da wo i herkum. Da hom a ja nix ghabt, damols, netamol Vokale.

(bayerisches Kabarett und die feministischen Debatten zum Frauenaufguss-Stammtisch in der Zirbelstubn der Therme Erding sind ja der einzige Grund, warum ich nicht alles bayerisch vergessen habe)

@Lilith @leah aber die Stellen ab E14 sind doch jetzt alle von den Powerpoint-Innovationstheaterspieler*innen besetzt :D

@Lilith @Zeitreisender Nix hamma ghabt sölmast! Erpfebifen hamma nacheklaubt! Do san dir de Krampf mit de Vokale scho sauba voganga!

@Lilith

Das geht ja nicht.

Kompetenz in einer Behörde versucht die CSU doch mit aller Macht zu verhindern. Denn dann würden sich ja ihre Amigos bei den Beraterfirmen keine goldenen Nasen mehr verdienen.

@Lilith da haben sich vermutlich einige IT-Amigos in den letzten 20 Jahren daran gesundgestoßen.

@Lilith
Hahahaha.
Sehr gut!

@Lilith

Alle abgeschlossenen Vorgänge sind hier. Auch Grundbuchauszüge

https://www.bundesarchiv.de/unterlagen-abgeben/behoerdenberatung-zu-schriftgut-und-informationsverwaltung/nutzung-des-digitalen-zwischenarchivs-dzab/

Zwei Abfragen sind verboten. Abfragen des Besitzes von Personen und Organisationen und des Wertes von Straßenzügen aufwärts.

Wie wäre es denn, wenn der Staat mal hausinterne IT-Kompetenz aufbauen würde? So mit eigenen Fachleuten und so. Aber nee, dann würden wir womöglich eine funktionierende Verwaltung bekommen oder gar eine effiziente Verwaltung und das wäre dann der Todesstoß für die Bürokratie!!!!1111elf

@Lilith

Aber das Justizministerium ist da noch besser:

Ich hatte früher mal 2 Zugänge zum elektronischen Rechtsverkehr. Einen über das EGVP-Bürgerpostfach und einen weiteren per DE-Mail.

Beide Zugänge wurden abgeschafft. Jetzt kann ich mit der Justiz nur noch über Papier kommunizieren!

@Lilith

@Lilith Ich finde immer wieder krass, dass angewandter Neoliberalismus/Public Management ein eigener Beruf ist, den man studieren kann.

@Lilith “Fachfeinkonzept”, schon lange nicht mehr gehört.

@Lilith klingt wie ein reguläres IT Projekt.

@Lilith Wunderbare Euphemismen.

@Lilith So weit ich weiß, haben Deutsche in in 90ern das Grundbuch in Georgien digitalisiert - wonanders - über den Zaun - geht's anscheinend.

@Lilith sacklzement.

ein sackl zement.

@yetzt 🤣

@Lilith tell me more, pls

@recumbenttravel Wovon? 😅

@Lilith Frauenaufguss-Stammtisch 🤠

@recumbenttravel Sag mas so "[irgendwas über Schauspieler] Der is fei a schwul *kicher*" ist genug bayerisch um da bei den Unterhaltungen mitzukommen. Und das Bier ist ja leider nur Erdinger alkoholfrei… und ich mag ja eher Saunen mit so 90 Grad. Deshalb außer für die spannende Sozialstudie nur 1/5⭐️.

@Lilith @Zeitreisender wou de Gummestife no aus hoiz warn
replies
0
announces
0
likes
3

@Lilith frage für einen Freund: waren SAP *und* Telekom beteiligt?